Ultimo aggiornamento / Last updating: 29.02.2012

Meister Eckhart
Lectura Eckhardi III. Predigten Meister Eckharts von Fachgelehrten gelesen und gedeutet / Herausgegeben von Georg Steer und Loris Sturlese. Koordiniert von Dagmar Gottschall. Mit Beiträgen von Alessandra Beccarisi, Kurt Flasch, Freimut Löser, Bernard McGinn, Andréas Quero-Sánchez, Georg Steer, Karl Heinz Witte .-
Stuttgart : Verlag Kohlhammer 2008
261 p.; ISBN : 978-3-17-020571-0


1.
[11.05.2009]

Inhaltsverzeichnis
Vorwort, von Georg Steer und Loris Sturlese
Predigt 14: ‘Surge illuminare Iherusalem', von Karl Heinz Witte
Predigt 39: ‘Iustus in perpetuum vivet', von Kurt Flasch
Predigt 51: ‘Haec dicit dominus: Honora patrem tuum', von Georg Steer
Predigt 77: ‘Ecce mitto angelum meum', von Alessandra Beccarisi
Predigt 112: ‘Omnis turba quaerebat eum tangere', von Freimut Löser
Sermo XVII: ‘Nunc vero liberati a peccato', von Andréas Quero-Sánchez
Sermo XLIX: ‘Cuius est imago haec et superscriptio?', von Bernard McGinn
Literaturverzeichnis
Indices, bearbeitet von Elisa Rubino
I. Verzeichnis der zitierten Stellen Meister Eckharts
II. Verzeichnis der zitierten Namen


Vorwort
Walter Haug ist am 11. Januar 2008 im Alter von 80 Jahren gestorben. Er hat ebenso wie Kurt Ruh (2002) das Unternehmen der Lectura Eckhardi nachdrücklich untersützt und in seiner Interpretation der Predigten Quint 63: ‘got ist mynne' (LE I, S. 201-217) und Quint 72: ‘Videns Iesus Turbas' (LE II, S. 111-137) ein Beispiel seiner Deutungskunst geboten. Nie Liess er sich an Eckhart allein binden. Um die Sprache der Mystik vor allem kreisen seine Gedanken. Während Kurt Ruh vom “spirituellen Mehrwert” der volkssprachlichen Texte spricht, verkleinert Haug die Unterschiede zwischen den deutschen und leiteinischen Werken; in “Das Wort und die Sprache bei Meister Eckhart” (Brechungen auf dem Weg zur Individualität. Kleine Schriften zur Literatur des Mittelalters, Tübingen 1997, S. 590) schreibt er: “im Prinzip könnte man sich seine Predigten genausogut lateinisch wie deutsch denken”. Das ist eine mutige Gegenposition. Eine solche bezieht er auch bei der Deutung des ‘Granum sinapis'-Gedichtes, das er Eckhart nicht zuschreiben möchte. Im April 2008 wollte er auf der Tagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft in Trier noch über “Cusanus contra Eckhart” sprechen. Dies war ihm nicht mehr vergönnt. Die Herausgeber der Lectura Eckhardi, alle Beiträger und alle, die Walter Haug in seiner Unverwüstlichkeit, Fröhlichkeit und Beherztheit seines Denkens kennen lernen durften, werden sein Andenken bewahren.



Red. Lecce